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Weitere Vorstandsmitglieder:
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Wie bei so vielen Vereinigungen, so wurde die Idee zur Nicht-Regierungsorganisation "Das Deutsche Haus für Zusammenarbeit und Kultur" im Wohnzimmer geboren. Ein Wohnzimmer im Jemen heisst "Mafraj", ist sehr gemütlich mit raum-umlaufenden Polsterungen möbliert und lädt zum gesprächigen Verweilen und zum angeregten Gedankenaustausch ein – fast schon wie in einem literarischen Salon. Judith Labs, langjährig im Jemen ansässige Vereinsgründerin, pflegte immer schon einen regen Austausch mit denjenigen Jemeniten, die selbst auf die eine oder andere Art in Deutschland Erfahrung gemacht hatten, als Geschäftsleute, Auszubildende oder Studenten. Da diese Zahl in den beiden Jemen über die Jahre in die Tausende ging und das Interesse da war, ging ein Kreis von ordentlichen Gründungsmitgliedern von Worten in die Tat über und gründete eine NRO. Das ist im Jemen mit seinen mehr als 2000 NGOs und INGOS und einer sehr offenen Regierungsstruktur möglich – wohlgemerkt nach den Geburtswehen, die mit der Niederschrift einer Satzung verknüpft sind. Mittlerweile besteht das Deutsche Haus schon seit mehr als fünf Jahren. Besonders seit 2003 wuchs das Deutsche Haus zu einem regelrechten Kulturzentrum heran und ist ein allgemein bekannter Meilenstein in Sanaa geworden - vom Angebot her einem kleinen Goethe-Institut vergleichbar: hier wird das Sprachkursprogramm der Deutschen Botschaft durchgeführt, hier findet Kulturaustausch in Form von Projekten und Veranstaltungen aller Art statt. Mehr als 50 jemenitische Besucher pro Tag kommen ins Deutsche Haus, auch in die Bibliothek, die mit dem Dialogpunkt Deutsch per Buch und Tastatur Zugang zu Deutschlandinformationen vermittelt. Vom Gesamtbudget her ist die Institution "Das Deutsche Haus" ein Federgewicht – und wirtschaftet dabei besser als manche Kulturbehörde. Das ist auch der Unterstützung durch Auswärtiges Amt und Goethe-Institut zu verdanken, die die Arbeit des Deutschen Hauses möglich macht. Dennoch darf nicht darüber hinweggesehen werden, dass die Region des Nahen Osten aufbauend auf diversen Faktenlagen für die nächsten 15 Jahre und länger politisch als Krisenregion eingestuft bleiben wird ( Überbevölkerung, Wasservorräte, Youth Buldge, Arbeits- und Perspektivenlosigkeit ). Somit kommt der Kulturarbeit eine wichtige Brückenfunktion zum gegenseitigen interkulturellen Verständnis zu, auf dem dann auch andere Ansätze greifen mögen.
Das Deutsche Haus
leistet mit seinen kulturellen Aktivitäten gute Arbeit. Um die
Funktion des Kulturaustauschs aber systematisch auszubauen, muss
erkannt werden, dass im bestehenden ehrenamtlichen Rahmen
Grenzen gesetzt sind. Die deutschen, aber auch arabischen und
internationalen Kulturinstitutionen sind eingeladen, dem
Deutschen Haus Unterstützung zukommen zu lassen und die
Einrichtung der Stelle eines managing directors
voranzutreiben. Damit würde allem, was die nächsten Seiten
zeigen, auch in Zukunft Bestand eingeräumt und das Deutsche Haus
mehr als eine im Wohnzimmer geborene (und dann wieder
gestorbene) Idee gewesen sein. Dazu sind wir eigentlich jetzt
schon zu weit.
Sehen Sie selbst – Kulturarbeit lohnt sich ! Ihr Guido Zebisch Leiter und Vorstandsvorsitzender Das Deutsche Haus Sanaa zebisch@dasdeutschehaus-jemen.org
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