Leitartikel 2007 

„Vernetzung“, liebe Damen und Herren, werte Leser, wird auch im Jahr 2007 das Motto des Deutschen Hauses bleiben. Als Leiter des Deutschen Hauses teile ich die Einschätzung des Vorstandes, der nicht ohne eine gewisse Zufriedenheit auf die Errungenschaften und Erfolge des letzten Jahres 2006 zurückblickt. Neben einem weiteren Zuwachs an Besuchern im Bereich Kulturprogramme ist es dem stets verbesserten Gesamtangebot des Deutschen Hauses zu verdanken, dass auch die Anzahl der Sprachkursteilnehmern im Sprachkursprogramm der Deutschen Botschaft, das wir betreuen, zugenommen hat. Unser Dialogpunkt Deutsch, die lokale Einrichtung des Goethe-Instituts, erfreut sich benutzerfreundlicher Einrichtungs- und Dienstleistungen. Kurzum: der Bekanntheitsgrad des Deutschen Hauses hat im Laufe des letzten Jahres erneut stark zugenommen: das Deutsche Haus ist zu einer kulturellen Institution geworden, die aus dem Kulturlebens Sanaas nicht mehr wegzudenken ist und zugleich das große Vertrauen versinnbildlicht, das der Bundesrepublik Deutschland im Jemen entgegengebracht wird. Das zeigt uns, dass wir mit unserem Kulturprogramm auf dem richtigen Weg sind: erstmalig in Zusammenarbeit mit dem Haus der Kultur Sanaa wurden aushäusige Veranstaltungen durchgeführt, die eine große Zahl an jemenitischen Besuchern anzogen. Gleiches gilt für den musikalischen Höhepunkt des Jahres: Musiker der Münchener Band Kamerakino, die die Ergebnisse eines Workshops mit jemenitischen Musikern im Jemenitischen Kulturzentrum Sanaa präsentieren. Damit sind auch auf offizieller Seite Wege geebnet, die der deutschen Kulturarbeit zugute kommen werden. Die Ausstellungseröffnung „Ramadhan im Jemen“ vom Berliner Fotographen Ralf Bäcker (www.version-foto.de) brachte es sogar in die nationalen Abendnachrichten. Zusammen mit der Vielzahl von Kulturprojekten, die die Deutsche Botschaft als unser partnerschaftlicher Förderer betreute und über die ebenso in rascher Folge Bericht erstattet wurde (HipHop-Projekt auf Al-Arabiya, auf mbc, im Spiegel-online, der FAS und www.qantara.de), ist dies nur ein weiteres Plus auf dem Konto der deutschen Kulturarbeit allgemein. Auch auf der Basis der kleineren Neuerungen kann das Deutsche Haus Angenehmes anbieten: mit dem „DialogCafé“, in dem ein wie in deutschen und österreichischen Städten übliches Café-Angebot auf seine Besucher warten wird. Seien Sie unser Gast !

Guido Zebisch M.A.
Leiter Deutsches Haus Sanaa