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Biographien der 22.Mai-Theatergruppe

Schauspieler:
Mohammad Al-Qassab (Nathan)

Der 37-jährige Mohammad Al-Qassab, Leiter der Theaterabteilung der Fakultät der Künste der Universität Hodeidah, stammt aus Hodeidah und hat bereits in der vierten Klasse als Amateur mit dem Schauspiel begonnen. Ab 1986 spielte er im damaligen Nationaltheater von Hodeidah und begann 1996 sein sechsjähriges Theaterstudium an der Akademie für schöne Künste in seiner Heimatstadt Hodeidah. Während der Studienzeit spielte er vier mal innerhalb des Akademietheaters. Zehn Jahre lang war er Mitglied des Künstlersyndikats von Hodeidah und wurde 2005 zum Leiter der 22.Mai-Theatergruppe ernannt. Als Dozent in der Abteilung Schauspiel und Spracherziehung war er zuständig für die Organisation von kulturellen Veranstaltungen. Seine bisher wichtigste Inszenierung war „Sukheins Geschichte“ bei der er Schauspieler und Regisseur zugleich war. Die Frage nach Toleranz und Weisheit ist jeher von großer Bedeutung für ihn, denn seiner Meinung nach, ist das Individuum die wichtigste menschliche Einheit, egal welcher Religion es angehört. Somit kam ein Stück wie „Nathan der Weise“ wie gerufen.

Adnan Nasched Al-Absi (Saladin, Regie)
Der 41-Jährige wurde in Taiz geboren und gehörte zu den Gründern des damaligen Nationaltheaters von Hodeidah sowie der 22.Mai-Theatergruppe. Als damaliger Leiter fungierte er als Betreuer und Ansprechpartner aller Künstler und Schauspieler der Region Tihamah. Berufliche Erfahrungen sammelte er auch beim Radio Hodeidah. Er hat sich auf dramatische Werke spezialisiert: zu seinen wichtigsten Inszenierungen gehören „Vögel bauen ihr Nest“ des großen Poeten Main Bessissu, „Bye Bye Arab“ des ägyptischen Schriftstellers Nabil Bedran sowie „Katzen und Mäuse“ des Jemeniten Ali Ahmed Bakathir. Im „Nathan dem Weisen“ sieht er ein neues, wichtiges Experiment und eine große Herausforderung.

Nassr Mohammad Al-Duwaid (Wächter, Saladin)
Bereits in der Schule entwickelte der 33-jährige Nassr Al-Duwaid aus Hodeidah seine Leidenschaft für die Schauspielerei. Nach Schulabschluss war er jahrelang im Kulturzentrum von Hodeidah tätig und wurde 2005 Mitglied der 22.Mai-Theatergruppe. Über sich selber sagt er, dass er nichts so sehr liebt wie Theaterspielen. Er war bereits an zehn Werken beteiligt, in Theaterinszenierungen und auch in Musicals. Das Stück „Nathan der Weise“ sieht er als eine der wichtigsten Inszenierungen seines künstlerischen Lebens an, weil es den Weg zum Weltfrieden weist.

Huda Al-Shamiri (Daja, Sittah)
Neben der Schauspielerei ist die 23-jährige Huda Al-Shamiri Spezialistin für Henna-und Naksh-Kunst. Die saudisch-stämmige Jemenitin spielt seit September 2007 in der 22.Mai-Theatergruppe mit. Sie spielte in der „Geschichte von Sahim“ und „Der letzte Weg“. Für sie steckt im „Nathan dem Weisen“ die Botschaft, die Werte des Friedens und der Nächstenliebe unter der Menschheit zu verbreiten. Sie wünscht sich mit der Übernahme einer Rolle in diesem Stück einen Teil dazu beizutragen.

Lubna Ahmad Al-Kathri (Recha, Sittah)
Lubna wurde vor 21 Jahren in Hodeidah geboren und gehört seit September 2007 der 22.Mai-Theatergruppe an. Neben der Schauspielerei ist sie als Moderatorin bei öffentlichen Events und Veranstaltungen tätig. Wie auch Huda und Hanan übernahm sie eine Rolle in der „Geschichte von Sahim“ und in „Der letzte Weg“. Sie sieht im „Nathan dem Weisen“ den Samen für den Dialog zwischen den Religionen sowie den Beginn des Weges zu Toleranz und Frieden in der Welt.

Hanan Mohammad Ali (Recha)
Die dritte weibliche Schauspielerin ist die 21-jährige Hanan, ebenfalls aus Saudi-Arabien stammende Jemenitin. Am 6. September 2007 trat sie der 22.Mai-Gruppe bei und stand seit dem bei der „Geschichte von Sahim“ und „Der letzte Weg“ auf der Bühne. Wie Lubna arbeitet sie nebenbei als Moderatorin bei örtlichen Veranstaltungen sowie im jemenitischen Radio.

Sulaiman Yousef Al-Zubaidi (Derwisch, Requisite)
Am 1.1.1969 wurde Sulaiman in Hodeidah geboren. Während seiner Jugend arbeitete er mit vielen Theatergruppen und war zuletzt am Nationaltheater Hodeidah beschäftigt. Wie auch Mohammad Al-Qassab ist er seit 2005 Mitlied der 22.Mai-Theatergruppe. Seine Begabung für Design, Zeichnen und Gestaltung ist dem Ensemble immer wieder nützlich. Über die Inszenierung von „Nathan dem Weisen“ ist er sehr erfreut, da seiner Meinung nach, dieses Stück den Weg zu Nächstenliebe und weg vom Fanatismus und Intoleranz weist. Es sei nicht wichtig, ob ein Mensch Christ, Moslem oder Jude ist.

Mohammad Ali Al-Zurqa (Der junge Tempelherr, Bühnenbild)
Mohammad ist 43 Jahre alt und kommt aus Al-Zayeda. Er hat 1983 mit dem Theater begonnen, seit 2005 ist auch er in der 22.Mai-Theatergruppe tätig und kümmert sich um das Bühnenbild. Weiter schreibt er selber gerne Theaterstücke, bis heute sind an die 30 Arbeiten entstanden. Er ist Autor der „Geschichte von Sahim“.

Sonstige:
Abdallah Abdu Al-Afif (Technik)

Schon seit 1985 ist Abdallah Al-Afif im Bereich Theater tätig und gehört somit zur älteren Generation innerhalb des Ensembles. Er ist 40 Jahre alt und kommt aus Hodeidah. Sein künstlerischer Lebenslauf ist lang und weit gefächert: Lange war er Leiter des Kulturzentrums, sammelte Erfahrungen als Kameramann sowie Licht- und Tontechniker und arbeitete im Radio. Seine 15 Auftritte fanden nicht nur im Jemen statt, sondern führten ihn auch ins Ausland.

Abdullah Mohammad Al-Qassab (Maske)
Der 22-jährige Student kommt aus Hodeidah und spielt in Sketchen und Musicals. Ab 2007 ist er bei der 22.Mai-Theatergruppe für die Maske zuständig. Eigene Bühnenauftritte waren im Theaterstück „Der Doktor“ sowie bei mehreren Sketchen in Hodeidah.

Nasr Mansour Mohammad (Licht)
Nasr wurde vor 33 Jahren in Taiz geboren und gründete 1994 gemeinsam mit Adnan Nashed Al-Absi die 22.Mai-Theatergruppe. Er hat sich auf den Bereich Lichtdesign spezialisiert und war v.a. in den Stücken „Bye Bye Arab“, „Ich wünschte, ich wäre nicht geboren“ für die Beleuchtung zuständig. Im Nathan sieht er eine thematisch und auch technisch ganz neue Erfahrung.