The One Dollar Story - Filmprojekt

Im Rahmen seines aktuellen Kulturprogramms zeigte das Deutsche Haus im September 2006, zwei Dokumentarfilme aus dem weltweiten Filmprojekt "The One Dollar Story Filmproject". In Anwesenheit der österreichischen Filmemacher Patricia und Arne Marchart verfolgte ein ausgewähltes Publikum mit Spannung die ersten beiden Folgen aus dem Jemen und Vietnam. Das Konzept besteht darin, Menschen vor der Kamera eine beliebige Geschichte ihrer Wahl für einen Dollar erzählen zu lassen. Selten wurde wohl bei einem Film im Deutschen Haus so herzlich gelacht wie bei der Folge aus dem Jemen, die versuchte ein Stück jemenitischen Humors einzufangen. Der Besucher erfährt z.B., welche Folgen es hat, wenn man Vögeln die Federn und Krallen schneidet, weshalb ein schlafender Lehrer trotzdem ein Löwe ist und warum so viele Jemeniten angeblich vorstehende Zähne haben.

Gemeinsam ist beiden Filmen ihre starke Überzeugungskraft, ausgelöst durch die natürliche Nähe, die die Filmemacher zwischen Akteuren und Publikum herzustellen wissen. Ihre Aufnahmen unterscheiden sich darin deutlich von anderen Dokumentarfilmen und bleiben frei vom Ansatz, ein allumfassendes Gesamtbild schaffen zu wollen.

Die Filme waren zu einem späteren Zeitpunkt im Haus der Kultur, Sanaa, zu sehen und zogen 150 jemenitische Besucher an.