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Martin Lejeune Den Jemen einmal doppelt gesehen... hier schillert’s. hier scheint’s durch. hier glänzt’s. „Den Jemen einmal doppelt gesehen“: das hat Martin LeJeune, in der Tat. Seine an die zwanzig Doppelbelichtungen, allesamt während eines Aufenthalts im Sommer / Herbst 2003 entstanden, sind behutsam ausgewählte, graphisch passend abgestimmte Kompositionen, deren Motivwahl von der Liebe zum Gegenstand erzählen. Da mischt sich das Blau aus der Reklame mit dem Blau des Plastikzeltsacks; da ist das zarte Grün des Dabab-Busses dem der Einfassung des Gerichtsgebäudes gleich; da schaut uns der einfache Mann an, und die Shamlan Flaschen auch: gleichwohl von Doppelbödigkeit keine Spur, kein Entlarven von Geheimnissen, keine Doppelbotschaften. Höchstens noch eine Aufforderung, ein Suchen, ein Erkennen einer „Tiefe der Einfachheit“, des Alltags und der Alltagsobjekte, deren Entfremdung im Aufeinander Abgestimmt-Sein entsteht. Banales, doch so Sinnliches, oft Übersehen- und Vergessenes. Die Obstketten, die über den Saftläden hängen, ebenso wie die ubiquitären jemenitische Zigarettenmarken, die Mixer mit den kühlenden dickflüssigen Säften, und immer dahinter noch mehr: Straßen-szenen, belebte Plätze, Gassen, Ausblicke. Suspense im Nicht - Besonderen. Für „die Augen, die in die Fremde gingen“(Lejeune) als „sinnliche Fremde“ deutbar - für viele im hiesigen Alltag Behaftete vielleicht eine vergessene Kategorie? - und einmal gerade nicht zwangsweise in orientalistischer Manier in Worte gefasst, ein Zitat: „...es ist diese omnipräsente, von Menschen gemachte Farbwelt, die meinen Augen gut tut, wenn sie sich gerade im vorderen Orient aufhalten. Als ob einmal eine Zauberhand damit anfing, über allen Straßen Farbtuben auszudrücken und die Menschen seitdem eine bunte Umgebung nicht mehr missen wollen.“ Martin LeJeune (1974) geboren in Bitburg, Kontakt: lejeune.martin@gmail.com |
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